Gut versichert ab Beginn der Lehre -

was gehört dazu?

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder bis zum Schulabschluß bei den Eltern mitversichert. Zu Beginn der Lehre bedeutet das für den Berufsanfänger, eine eigene – im Normalfall gesetzliche - Krankenversicherung sowie Pflegeversicherung abzuschließen.

Bis zum Abschluß der ersten Ausbildung oder des Studiums, längstens jedoch bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, sind Azubis oder Studenten - auch bei eigener Wohnung - bei den Eltern beitragsfrei in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert. Nach einer Hochzeit gilt das nicht mehr. Hier wird eine eigene Haftpflichtversicherung erforderlich.

Wer seinen ersten Wohnsitz bei den Eltern hat und als Azubi oder Student vorübergehend das Elternhaus verläßt, genießt in der Regel beschränkten Schutz durch die Hausratversicherung (tritt ein für die finanziellen Folgen von Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel, Einbruch, Raub oder Vandalismus). Im Schadensfall ist die Entschädigung dann meist auf maximal zehn Prozent der Versicherungssumme begrenzt. Ziehen Azubis und Studenten dauerhaft zu Hause aus, sind eigene Verträge nötig.

Ratsam ist auch der Abschluß einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, die einspringt, wenn der Beruf krankheits- oder unfallbedingt voraussichtlich auf Dauer bzw. mindestens sechs Monate nicht ausgeübt werden kann. Gerade in den ersten Berufsjahren bestehen in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) keine Ansprüche bei Erwerbsunfähigkeit. Ansprüche bei Berufsunfähigkeit bestehen seit einiger Zeit bei der GRV seit einiger Zeit sowieso nur noch für Mitglieder älterer Jahrgänge.

Bei Unfällen von Auszubildenden und Studenten zahlt die gesetzliche Versicherung nur dann, wenn das Unglück auf dem Universitätsgelände oder am Ausbildungsplatz passiert. In den Schutz eingeschlossen sind auch der Hin- und Rückweg. In der Freizeit besteht jedoch kein Versicherungsschutz. Davon abgesehen reicht der Versicherungsschutz, den die gesetzliche Unfallversicherung bietet, nicht aus. Eine private Unfallversicherung sichert in diesem Fall den Lebensunterhalt in der vereinbarten Höhe - rund um die Uhr und weltweit. Bei dem Vertrag ist auch auf die Leistungen bei Teilinvalidität zu achten. Auch eine lebenslange Unfallrente kann vereinbart werden.

 

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